Ich kehre gerne Hof und Bürgersteig, wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen oder der Dreck, der sich über den Winter angesammelt hat, entfernt werden soll. Im Schuppen ist der Besen eine große Hilfe, wenn es gilt die Sägespäne nach dem Holzsägen zusammenzukehren. Großartig, so ein Kehrgerät, egal, ob die kehrfähigen Fasern aus Kunst- oder Naturborsten bestehen!
Voller Freude über den entstandenen Dreckhaufen und dem dann sauberen Trottoir habe ich auch schon ein Foto gemacht, denn: Kehren ist Klasse! Auch in meiner Werkstatt sind Kehrblech und Handbesen wichtige Hilfsmittel, um Dreck zu beseitigen: Neue Besen kehren besonders gut.
Ja, vor der eigenen Haustüre soll man kehren, das weiß schon der Volksmund. Aber bitte den Kehricht nicht unter den Teppich kehren, sondern in die Mülltonne damit. Das kann der Anfang einer Kehrtwende sein. Vielleicht wird dadurch das innere nach außen gekehrt und es erfolgt eine Umkehr, die für andere angenehm spürbar werden kann.
Kehren. Auskehren. Sich von manchem abkehren, vielleicht sogar umkehren, das hat schon oft zu signifikanten Veränderungen im Leben geführt.
Auf Wanderungen kehre ich gerne ein. Apfelstrudel mit Vanilleeis und -sauce, oder Kaiserschmarrn, sollten auf (m)einer Bergtour nicht fehlen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass der angestrebte Verlust von Kalorien durch die Wanderung nur minimal spürbar ist. Je nach Portionsgröße, ist sogar eine Zunahme zu verzeichnen. Egal, solch eine Einkehr ist wie eine Heimkehr in der Ferne.
An Pfingsten feiern Christen das Geschenk des Heiligen Geistes.
Gottes ureigenes Leben will Wohnung in mir nehmen.
Zwei Bitten an den Heiligen Geist spreche ich dabei aus: O Heiliger Geist, kehr bei uns ein.
O Heiliger Geist, kehr bei uns aus.
Die Auskehr
erbittet Reinigung von egoistischem Verhalten und Sünde.
Die Einkehr
bittet um die dauerhafte Anwesenheit Gottes als Kraftquelle im Herzen und im Alltag.
Gottes Geist soll Wohnung nehmen – und nicht nur zu Besuch kommen.
Denken und Handeln wollen durch den Heiligen Geist geprägt werden.
Pfingsten – vielleicht der Anfang der Heimkehr zu Gott.
Bleiben Sie gesund und behütet.
Pastor Burkhard Heupel
Emmaus-Gemeinde