Diesen zuversichtlichen Ausblick auf vollständige Heilung ruft mir meine Nachbarin zu, als sie mich entmutigt auf der anderen Straßenseite mit meinen Krücken entdeckt. Sie sind temporäres Hilfsmittel bis zur Genesung. Der Ermutigungs- und Motivationszuruf, im Brustton der Überzeugung und beschwingter Leichtigkeit, tut gut. Besonders in einem Moment, wo ich zunehmend den Eindruck gewinne, dass es auf die Schnelle nicht wieder gut werden wird. Trotz aller Bemühungen.
Diesen Hoffnungs- und Erfahrungszuruf meiner Nachbarin will ich auch für die Turbulenzen auf der Weltbühne hören:
Das wird wieder!
Obwohl es mir immer schwerer fällt zu glauben, dass die Kapriolen,
die ich seit einigen Wochen täglich in den Nachrichten vor Augen geführt bekomme, zu etwas Gutem für die Menschheit führen.
Meinem Neffen rate ich daher, augenzwinkernd, im Fach Erdkunde nicht so genau hinzuhören,
weil sich möglicherweise einiges verändern wird und die jetzigen geopolitischen Kräfteverhältnisse,
Zugehörigkeiten und geografischen Bezeichnungen (vorübergehend?) hinfällig werden könnten.
Dynamiken bzw. Kräfte sind in unserer Welt am Wirken, die mich herausfordern.
Dynamiken, die gegen Gottes Willen agieren.
Dynamiken, die das Leben unnötig belasten.
In diesen Herausforderungen darauf zu vertrauen, dass es wieder wird
, weil da einer ist, der alles trägt und hält, das verändert meine Sicht.
Mache ich mir dies bewusst, keimt begründete Hoffnung: Ja, das wird wieder!
Es ist der Literaturnobelpreisträger George Bernard Shaw (1856-1950), der zu der Erkenntnis kommt:
Ich bekenne, dass ich, nachdem ich 60 Jahre Erde und Menschen studiert habe, keinen anderen Ausweg aus dem Elend der Welt sehe als den von Christus gewiesenen Weg.
Es ist unmöglich, dass die Erde ohne Gott auskommt.
Für mich klingt da ein ermutigendes Das wird wieder!
an.
Shaw, der irische Dramatiker, der in schwierigen Familienverhältnissen aufwächst, rät:
In der Hinwendung zu Gott liegt der Schlüssel für persönliche und weltpolitische Veränderungen, damit es wieder wird.
In den Bedrohungen des Lebens Gott suchen.
Er schenkt Trost - keine Vertröstung - und Hoffnung: Es kann Heilung für Brüche in Beziehungen zwischen Personen und Ländern geben.
Der dritte Bundespräsident Gustav Heinemann (1899-1976) konnte sagen: Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr kommt.
Demnach sind die Machtverhältnisse final geklärt.
Das lässt mich auf ein Das wird wieder!
hoffen, auch wenn die Gebrochenheit dieser Welt einmal mehr sichtbar wird und auf Heilung wartet, die in der Zuwendung zu Gott liegt.
Bleiben Sie gesund und behütet.
Pastor Burkhard Heupel
Emmaus-Gemeinde